Markus 2,19-20 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten, an jenem Tage.
Fasten und Beten, das ist eine Übung, die schon das Volk Israel gepflegt hat. Jesus spricht davon, dass nach seiner Himmelfahrt – also, wenn der Bräutigam (damit meint er sich) genommen wird – seine Nachfolger fasten werden. Mit dem Fasten ist eine Bereitschaft verbunden, um Gottes Nähe und sein Reden im Besonderen zu erwarten. Dabei ringen wir Gott nicht durch eine besondere Handlung etwas ab, wir sollen unser Fasten auch nach außen hin nicht zur Schau stellen, sondern das Fasten unterstreicht unseren Dienst und Opfer, sich dem Herrn und Heiland ganz hinzugeben. Gleichzeitig macht das Fasten aber deutlich, dass wir uns in einer besonders herausfordernden Situation befinden, die ganzen Einsatz verlangt. Jesus fastete die ganze Zeit in der judäischen Wüste, als er vierzig Tage vom Satan versucht wurde.
Mich hat es tief bewegt, als ich von einer unserer eritreischen DMGMissionarin, die als Flüchtling nach Deutschland kam, hörte, dass sie jeden Mittwoch fastet und betet. In dieser Zeit richtet sie sich bewusst auf den Dienst aus, in den Jesus sie hineingestellt hat.
Die Herausforderungen sind gewaltig: Es gibt Missionare, die nach Deutschland und Europa kommen wollen, aber kein Visum erhalten. Es gibt Themen, die für die Gemeinde Jesu eine Herausforderung sind, z.B. Schutz des ungeborenen Lebens, Gender- und Ehethematik, Islam, Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft, Vereinsamung von Menschen usw.
Zurzeit befinden wir uns in der Passionszeit, die übrigens dieses Jahr
– was höchstens einmal in 100 Jahren vorkommt – mit dem Fastenmonat Ramadan an demselben Tag begonnen hat. Wofür könntest du einen Tag fasten und beten?
Euer Detlef Garbers
