August 2026

Jak 1, 5-6 „..wenn es jemand von euch an Weisheit mangelt,…soll er Gott darum bitten…Betet aber im festen Vertrauen…und zweifelt nicht.“

Heftige Bewährungsproben im Gebet festigen meinen Glauben

Jeder weiß, untrainiert, bleibt man länger auf der Strecke. Das gilt beim Sport. Man arrangiert sich untrainiert mit der längeren Zeit, der unterschätzten Entfernung und dem eigenen Ehrgeiz. Warum sollte das im Glaubensleben ganz anders sein? Das Ziel ist fest und Gottes Sieg ist ausgerufen. Das ist klar. Aber der Weg dahin?

Die Erfahrung zeigt, dass unsere Motivation zum Beten immer auch eine menschliche Komponente hat. Beten ist kein Treffer wie in der Schießbude, sondern alltägliches Training, dass sich langfristig bewährt. Gerade durch schwere Zeiten hindurch, trainieren wir unser Vertrauen und lernen Weisheit. Wunderbar ist, dass der Heilige Geist alle unsere Schwächen überwindet, obwohl sie unsere bleiben.

Wir als Beter und Beterinnen kämpfen gegen menschliche Begrenzungen, Müdigkeit und Enttäuschungen, Kraftlosigkeit. Gegen Zeitnot und Stereotype. Ein beliebiges Spiel ist es deswegen nicht. Junge Brüder und Schwestern dürfen wir zum Vertrauen ermutigen, Weisheit im Beten zu erlernen. Es ist nicht der fehlende Sieg am Schluss des Lebens, sondern zeitweise fehlendes Training, der Zweifel an Gottes Fürsorge und Reichtum, gelegentlich auch ein falsches Verständnis zum Gebet.

Erkenne deine Motivation, bete weiter, auch wenn die menschliche Kalkulation eine andere ist. Beten im tiefen Vertrauen, unbeeindruckt vom Zweifeln, lassen uns ein Teil von Gottes echten Wegen sehen.

Weisheit bedeutet zu beten, gerade dann, wenn ich schwach bin, meine Lieblingssünde mir zu schaffen macht und ich wegen meinen misstrauischen Gedanken zögere. Meine Bequemlichkeit in der Komfortzone sollen nicht zum Hindernis fürs Gebet werden. Gemeinsames Gebet schafft tiefe Gemeinschaft und trägt durch schwache Zeiten. Michael Göthel