Vor kurzem „begegnete“ mir eine – fiktive – Geschichte, die zu dem neuen Jahresmotto des MGB – „Beten, mehr als Worte!“ – sehr gut passt.
Zwei ungeborene Babys liegen gemütlich im Bauch ihrer Mutter. Es ist so schön warm und gemütlich, sie sind wohl genährt und völlig zufrieden mit ihrem Leben. Da fragt eines der Babys sein Geschwisterchen: ‚Meinst Du, das bleibt immer so, oder gibt es da noch ein anderes Leben?‘ ‚Ach‘ – erwidert das andere Baby – ‚das kann ich mir gar nicht vorstellen! Wozu auch? Wir haben hier doch alles, sind gut versorgt, es ist kuschelig warm!‘ ‚Aber vielleicht lernen wir dann viele neue Sachen, z.B. unsere Beine benutzen, unseren Mund etwas anders, als zum Daumenlutschen, einsetzen?‘ Etwas unwillig erwidert das zweite Baby: ‚Ach wozu das Ganze? Und außerdem: es ist ja noch nie jemand zurückgekehrt. Ich glaube, da ist alles kalt und dunkel.‘ ‚Aber, wir werden doch nie alleine sein! unsere Mutter ist doch immer bei uns!‘ – widerspricht das erste Baby, worauf das zweite Baby kontert: ‚unsere Mutter??? Hast Du jemals schon mal unsere Mutter gesehen? oder etwas von ihr gehört?‘ ‚Doch‘ – sagt das erste Baby – ‚wenn du stille wirst, dann hörst Du das
Klopfen ihres Herzens. Und ganz oft redet sie ganz sanft mit uns!“
Beten, mehr als Worte! Das durte ich bereits vor 20 Jahren in einer Phase der völligen Erschöpfung ganz neu lernen. Seitdem gehören Tage der Abgeschiedenheit und der Stille zum festen Bestandteil meines Lebens. Bei mir werden diese Tage mit ausgiebigen Wanderungen gefüllt. Es tut so gut und ist absolut notwendig, stille zu werden und auf Gottes „Herzklopfen“ hören zu lernen. Ich mache auch Dir Mut, sich solche Orte oder Momente bewusst im Leben „einzubauen“. Gott spricht zu uns, wir müssen lernen, auf seine Stimme zu hören. Dazu gibt es viele Wege: das Nachdenken über einen Bibelvers, das Lauschen eines Liedes, das Staunen über die wunderbare Schöpfung, usw. Es ist der Ort, wo die Seele zur Ruhe kommt!
Ja, Beten ist mehr als Worte! Herzlichst,
Dein Jakob Wiebe
