Oktober 2026
Freunde, stellt Euch die Gassen von Kapernaum vor: Staub, Hitze und eine unüberwindbare Menschenmenge vor dem Haus, in dem Jesus lehrt. Mittendrin vier Männer mit einer Last auf den Schultern. Sie tragen ihren gelähmten Freund. Als sie nicht durch die Tür kommen, kapitulieren sie nicht. Sie steigen aufs Dach, reißen den Lehm auf und lassen den Freund direkt vor die Füße Jesu hinunter. Das Faszinierende an dieser Begebenheit steht in Markus 2,5: „Als Jesus ihren Glauben sah...“ Es ist nicht der Glaube des Kranken, der das Wunder auslöst. Er ist passiv. Es ist der stellvertretende, zupackende und schweißtreibende Glaube seiner Freunde, der Jesus bewegt. In unserer modernen Welt denken wir oft: Glaube ist reine Privatsache. „Jeder muss für sich selbst entscheiden.“ Das stimmt zwar im Kern, Glaube ist auch ein Mannschaftssport. Manchmal sind wir diejenigen, die…
